Lagerfeld-Doku sorgt für Aufregung
Der Film wird voraussichtlich im Oktober in Großbritannien starten und gewährt einen flüchtigen Blick in den Welt des schwarz-bebrillten Designer mit grauem Pferdeschwanz.
Für Bewunderer von Karl Lagerfeld gilt schon lange, dass der Designer sich selbst vom Modeschöpfer zur Stilikone gewandelt hat. Seine Persönlichkeit ist ebenso faszinierend wie seine Modekreationen und der Film soll vermitteln, wer die Person hinter den Sonnenbrillen ist.
Lagerfeld hatte ja lange Interviews grundsätzlich abgelehnt und abgesehen von vereinzelten Gespräche aus jüngster Vergangenheit hatte Karl Lagerfeld sein Privatleben noch nie so ausführlich besprochen wie in diesem Kino-Porträt. In enger Zusammenarbeit mit dem Protagonisten hatte der Regiesseur Rodolphe Marconi mehr als 150 Stunden Filmmaterial gesammelt. Das fertige Werk garantiert einen intimen und sehr authentischen Blick auf den berühmten Modeschöpfer und stellt mehr als nur ein Zeugnis des täglichen Lebens von Karl Lagerfeld dar. In diesem Porträt bekommen wir Einblick in die persönliche Gesichte und seine Obsessionen - Karl Lagerfeld wird als Fotograf, als Maler, als großer Liebhaber des Kinos, Bibliophiler und Kunstliebhaber, aber auch als neurotisch, verdorben und als Controll-freak dargestellt. Am Ende ist dieser Film aber auch über Luxus, Geld und Style.
Fakt ist, dass der Film Schlüsselmomente aus dem Leben des in Hamburg geborenen und in Lübeck aufgewachsenen Designer bringt. In eine wohlhabende Familie hineingeboren beeinflussten den jugen Lagerfeld die Buddenbrooks ebenso wie die Nibelungen. Im Film spricht Lagerfeld, der seit des 1950ern in Paris lebt, offen über seine wilden Jahre ebenso wie über den Verlust seines langjährigen Partners, der 1989 and Aids verstarb. "Ich bewundere Menschen, die die Courage haben, sich selbst zu zerstören.", erklärt Lagerfeld. "Sie sind exakt das Gegenteil von mir".
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