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    Donnerstag, 05. Juli 2007 | Short News

    Karl Lagerfeld wäre gerne Bäcker geworden

    Ohne seine Mutter hätte der Modeschöpfer Karl Lagerfeld in seinem Leben wohl etwas kleinere Brötchen gebacken.

    Archiv

    Karl Lagerfeld wuchs als Sohn des Hamburger Dosenmilch-Fabrikanten (Glücksklee-Milch-GmbH) Otto Lagerfeld und dessen Frau Elisabeth in für damalige Verhältnisse sehr wohlhabenden Umständen auf.

    Nach eigenen Aussagen blieb das Verhältnis zu seiner Mutter recht distanziert, jedoch war die Beziehung - mehr als die losere zu seinem Vater - von bewunderndem Respekt geprägt, und er habe vieles von seiner Mutter gelernt, z. B. „die richtigen Antworten zu geben“. „Meine Eltern fand ich toll“, äußerte Lagerfeld einmal. Und, so gab Karl Lagerfeld in einem Interview mit dem Focus zu Protokoll,  war sie es schlussendlich, die ihm den Bäcker-Beruf mit den Worten "Kommt nicht in Frage. Macht dick!" verwehrte und ihn bei der Mode landen ließ.

    Sein Geburtsjahr gibt der Mode-Designer allzu gerne mit 1938 an, aber die deutsche Boulevard-Zeitung Bild am Sonntag veröffentlichte  Auszüge des kirchlichen Taufregisters Hamburg sowie Kommentare seiner Lehrerin und eines Klassenkollegen, die 1933 als Geburtsjahr bestätigen.

    1944 zog er nach Bad Bramstedt auf das heute abgerissene Landgut Bissenmoor. Dort ging er einige Jahre zur Schule. 1953 verließ Lagerfeld zusammen mit seiner Mutter Deutschland und ging nach Paris. Zunächst besuchte er dort eine Privatschule und das Lycee Montaigne. Lagerfeld entdeckte 1990 seine zeitweilige Muse Claudia Schiffer, die später zum bestbezahlten Fotomodell avancierte und 1993 in einem von Lagerfeld mit Koranversen bestickten Mieder auf einer Modenschau einen Skandal provozierte. Zuvor war Inès de la Fressange seine Muse, die für Chanel in den 1980er-Jahren modelte und 1989 im Streit mit Lagerfeld ging, im selben Jahr aber die Französische Nationalfigur Marianne (als Nachfolgerin von Catherine Deneuve und Vorgängerin von Laetitia Casta) repräsentierte.

    Lagerfeld, der unter anderem sagte: „Ich bin Opportunist und mag die Veränderung, deswegen ist Mode für mich OK“, übt noch weitere Tätigkeiten aus. Er ist zum Beispiel als Fotograf und Fotosammler tätig und brachte 1975 eine eigene Parfüm-Kollektion Photo heraus, 1978 folgte Lagerfeld und 1983 KL.


    www.karllagerfeld.com


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