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    Donnerstag, 21. Juni 2007 | Short News, Beauty

    Sonnenschutz auf dem Greenpeace-Prüfstand

    Nur fünf von mehr als 50 getesteten Sonnenschutzmitteln entsprechen Ökologie- und Tierschutz-Kriterien.

    (c) Greenpeace / Teresa Novotny

    Durch den milden Frühling herrschen bereits seit Wochen sommerliche Temperaturen. Der Greenpeace-Einkaufsratgeber marktcheck.at hat das zum Anlass genommen, mehr als 50 Sonnenkosmetik-Produkte auf Ökologie und Tierschutz zu untersuchen.
    Das Ergebnis: Viele Sonnencremen enthalten bedenkliche Substanzen, wovon auch Produkte aus der Apotheke, für Kinder und für Allergiker betroffen sind.

    "Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Hersteller Substanzen einsetzen, deren problematische Nebenwirkungen bekannt sind", kritisiert Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz. "Auch wenn in der EU die Verwendung dieser Stoffe noch erlaubt ist, sollte aufgrund des Vorsorgeprinzips die Gesundheit der Konsumenten im Vordergrund stehen."

    Triethanolamin etwa - ein Inhaltsstoff, der beispielsweise in Baby- und Kinder-Sonnenpflege von Vichy Laboratoires, Garnier Ambre Solaire und La Roche-Posay enthalten ist - kann in höheren Konzentrationen Haut und Augen reizen sowie Leber und Nieren schädigen. In vielen der getesteten Sonnencremen sind Substanzen enthalten, die wassergefährdend sind, in größeren Konzentrationen giftig und reizend wirken oder sogar im Verdacht stehen, das Erbgut zu verändern. Auch Produkte, die speziell für Allergiker gekennzeichnet sind, können bedenkliche Chemikalien enthalten: So sind in der Piz Buin Sonnencreme LSF 30 Allergy oder im Ladival Sonnenschutzgel LSF 25 Sonnenschutzfilter enthalten, die allergische Reaktionen auslösen können.

    In Parfums wiederum können künstliche Moschusduftstoffe, in denaturiertem Alkohol Phthalate enthalten sein. Beide gelten als gesundheitsgefährdende und schwer abbaubare Dauergifte. Im Zuge der Greenpeace-Untersuchung wurden alle Sonnenkosmetik-Vertreiber kontaktiert und aufgefordert, weitere Informationen zur Verfügung zu stellen. Einige Firmen gaben bereitwillig Auskunft, andere reagierten überhaupt nicht.

    Beim Tierschutz gibt es ebenfalls großen Nachholbedarf: Nur wenige Produkte erfüllen die Kriterien des Human Cometics Standard (HSC). Der HCS ist von einem Verband internationaler
    Tierschutzorganisationen entwickelt worden und wird in Österreich von der Marktcheck- Partnerorganisation VIER PFOTEN betreut. Er garantiert im Vergleich zu anderen Kosmetik-Tierschutzgütesiegel eine lückenlose und unabhängige Kontrolle der gesamten Lieferkette in Bezug auf Tierversuche.

    Die detaillierten Ergebnisse der Untersuchungen sowie Tipps zum Sonnenschutz sind unter http://marktcheck.greenpeace.at/sonnenschutz nachzulesen.


    marktcheck.greenpeace.at/sonnenschutz


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