Report deckt Arbeitsrechtsverletzungen im Namen von adidas und Puma auf
Als Mitherausgeberin der Recherche, sieht sich die CCC in der Verantwortung, Vorstand und Aufsichtsrat der Puma AG im Rahmen der Aktionärsversammlung in Nürnberg am 22. April öffentlich anzuklagen.
"Als ich das Soll nicht erfüllen konnte, warf mir der Aufseher eine Stoppuhr ins Gesicht", so eine chinesische Arbeiterin von Yu Yuen, einer der größten Zulieferer für die deutschen Sportartikelgiganten. Der Report "Die Hürden überwinden: Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Sportartikelindustrie" zeigt auf, Arbeitsrechtsverletzungen bei adidas und Puma sind keine Ausnahme, sondern Norm.
"Die neuen Recherchen machen deutlich, wie scheinheilig die Konzernpolitik von adidas und Puma ist", so Johanna Fincke, Koordinatorin der Sportkampagne der CCC, "auf der einen Seite erlassen große Markenfirmen wie adidas und Puma Verhaltenskodizes, in denen sie ihre Zulieferer auf dem Papier verpflichten, Überstunden zu begrenzen und Mindestlöhne zu zahlen.
Auf der anderen Seite bekommen nur die Produzenten einen Vertrag, die am Schnellsten und Billigsten liefern. Damit werden die Verhaltenskodizes von adidas und Puma zu einer Farce und dienen ausschließlich der Verbesserung ihres Images." Der aktuelle Report, basierend auf über 300 Interviews zeigt auf, dass z.B. chinesische ArbeiterinInnen trotz des milliardenschweren Sponsorings deutscher Markenfirmen, für weniger als zwei Dollar am Tag Fußbälle für UEFA EM nähen müssen.
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