Fairtrade Baumwollprodukte erobern den österreichischen Markt
Wovon hängt es ab, ob ich diese oder jene Jeans kaufe? Der Preis ist ähnlich, der Schnitt gefällt mir bei beiden, die Farbe auch. Das Material? Baumwolle – klar. Aber da war doch noch etwas: die Verwüstung ganzer Landstriche aufgrund von künstlicher Bewässerung, folgenschwere gesundheitliche Belastung für die Bevölkerung durch übermäßigen Einsatz giftiger Pestizide, genmanipuliertes Saatgut, dessen Verbreitung nicht kontrolliert werden kann, …
Die Samenhaare der Baumwollpflanze eignen sich, zu dünnen Fäden versponnen, hervorragend für die Herstellung von Textilien. Der Anbau der beliebten Naturfaser im großen Stil bringt aber schwerwiegende Folgen für Mensch und Natur mit sich. Wettbewerbsverzerrende Agrarsubventionen in Industrieländern bewirken außerdem, dass kleine Bäuerinnen und Bauern durch den Verkauf ihrer Baumwolle oft kaum die Produktionskosten decken können. Fairtrade bietet für all jene Konsumentinnen und Konsumenten eine Alternative, die durch ihre Kaufentscheidung solche Produktions- und Handelsstrukturen nicht weiter unterstützen möchten.
Auch die österreichische Textilbranche hat den Trend in Richtung kritischen Konsum erkannt, sodass zahlreiche Unternehmen bereits Modeartikel mit dem Fairtrade Gütesiegel führen: neben der EZA bieten JJ Eco, Göttin des Glücks, La Redoute, Ainoah und Gardeur ein breites Angebot an Shirts, Kleidern, Jeans und vielem mehr. Ebenso steigt das Angebot im Bereich Heimtextilien: bei Betten Reiter, Leiner, Kika, Neckermann Versand und Interspar können Handtücher, Geschirrtücher und Bettwäsche gekauft werden.
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