„King Of Fashion“ – Paul Poiret Ausstellung in New York
Der französische Modemacher Paul Poiret (1879-1944) gilt als der Mann, der die Frau vom Korsett befreite, er war Revolutionär, Künstler und Impresario zugleich. In einer beeindruckenden und prachtvollen Schau sind an die 50 seiner Modelle derzeit im Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen.
Poiret konnte nicht nähen und wie so oft, wenn jemand aus der Not eine Tugend zu machen versteht, entstand daraus etwas ganz Neues: mehr als fünfzig Jahre vor Issey Miyake entwickelte der französische Visionär - angelehnt an Kaftan und Kimono - das erste nahezu nahtlose Kleid, an die Stelle des Nähens hat er die Kunst des Drapierens gesetzt. Er mixte Klassizismus, Empire, Symbolismus und Kubismus und sah die Frau als emanzipiertes Luxusgeschöpf, das gerne in dekorativer Pose verharrt, deshalb auch sein Hang zu prächtigen Stoffen und dem Spiel der Verkleidung.
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