Roberto Cavalli: "Ich entwerfe immer noch Mode, mit der man flachgelegt wird."
"Meine Kleider waren natürlich nie vulgär. Es kommt darauf an, wie man sie trägt. Wenn eine Frau vulgär im Kopf ist, kann auch das Kleid vulgär aussehen", so der 66-Jährige.
Cavalli, der schon um 1968 sein eigenes Label gründete, und für seine Abendroben und Tierfelldrucke bekannt wurde, hat geradeeine Kollektion für das schwedische Modehaus H&M entworfen.
Für die glamouröse Damen- und Herrenlinie legt der italienische Stardesigner die besten Kleidungsstücke aus den vergangenen fünf Kollektionen neu auf. Sie sind ab dem 8. November in ausgewählten H&M-Filialen verfügbar.
Von seinem Apartment in London aus beobachtet Cavalli derzeit die britische Modeszene und lässt sich von den Entwürfen der ansässigen Nachwuchsdesigner inspirieren: "Bei ihnen schaue ich mir vielleicht eine kleine Idee ab. Und mache sie dann richtig groß", verrät der Modeschöpfer. Die Kollektion für den Sommer 2008 überrascht mit fließenden Kleidern und Hosenanzügen in blumigen Prints.
Darüber hinaus möchte sich Cavalli in der britischen Hauptstadt mehr auf seine Arbeit konzentrieren - und nach einem Investor suchen:"Alle sagen mir ständig, ich solle an die Börse gehen. Aber davon verstehe ich nichts."
Von einem finanzkräftigen Geldgeber hingegen verspreche er sich noch mehr Einfluss in der Modebranche und stellt sich das wie bei Abramowitsch und dem FC Chelsea vor: "Gib mir einen Haufen Geld, und ich kaufe ein Team zusammen - aber mit dem Unterschied, dass ich dann wirklich die Nummer eins der Welt werde!"
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