42 plus
Protagonistin Christine (Claudia Michelsen), erfolgreiche Fernseh-Moderatorin, ist schlank und attraktiv. Mit Ehemann Georg, Tochter Sonja und dem befreundetem Ehepaar Linda und Martin – mit Martin pflegt sie seit Längerem eine Liebesbeziehung – verbringt sie ihren Urlaub im italienischen Feriendomizil, eigenes Boot inklusive. Das Luxus-Setting scheint etwas befremdlich für den österreichischen Film und hat wohl mit Co-Autor Mogens Rukov zu tun. Der schrieb nämlich auch das Drehbuch für Thomas Vinterbergs „Das Fest“ und kennt sich dementsprechend gut damit aus, wie man es in reichen Familien rumoren lässt.
Dem Phänomen Midlife Crisis auf der Spur
In diesem Milieu zeichnet Sabine Derflinger gekonnt das Bild einer Frau, die alles hat, aber trotzdem nicht glücklich ist. 42 zu sein, bedeutet für sie ein Neuabwägen der Lebensprioritäten. Dabei versetzt ihr die Begegnung mit dem jungen Rucksacktouristen Tamaz (Jakob Matschenz) den entscheidenden Schubs, und während Sonja ihre erste Liebe genießt, stürzt sich auch Christine in ein gefühlsintensives Abenteuer. Im Grunde ist Sabine Derflinger hier schlicht dem Phänomen Midlife Crisis auf der Spur, wie es lange ausschließlich den Männern vorbehalten war. Doch was als Krise beginnt, kann eben auch in einem hoffnungsfrohen Neuanfang münden.
Regie: Sabine Derflinger
Verleih: Filmladen
Drehbuch: Sabine Derflinger und Mogens Rukov
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