Anna Dello Russo: Fashion-Ikone wider Willen?
Durch ihre exzentrischen Outfits, die sie bei jeder Gelegenheit am eigenen Körper präsentiert, wurde aus der unbekannten Redakteurin ein gefeiertes Fashion-Phänomen, das plötzlich selbst zum Thema der Modezeitschriften wird, bereits auf dem Cover der 'Harper's Bazaar'-Jubiläums-Ausgabe war und fleißig Interviews gibt. Im Gespräch mit 'fashion.telegraph.co.uk' verrät Dello Russo, die von der 'New York Times' zu einer der "neuen Mode-Ikonen" gekürt wurde, dass sie den Rummel um ihre Person selbst nicht ganz nachvollziehen kann: "Es scheint total verrückt geworden zu sein, oder? Ich verstehe gar nicht genau, warum das so ist, aber ich liebe es." Dabei, so die 47-Jährige, gehe es ihr gar nicht darum, mit ihren ausgefallenen Outfits die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Vielmehr ist es die Mode selbst, die sie zeigen will. "Meine Priorität ist der wahnsinnige Eindruck, den das Kleid hinterlassen kann. Es geht nicht darum, dass ich mich präsentieren will, mich kümmert es nicht, wie ich aussehe. Ich verstehe auch nicht, wenn Fotografen Close-Ups machen wollen. Wer will denn mein Gesicht sehen, es geht doch um die Mode", fragt sich die Blondine, die erklärt, kaum Make-up zu tragen und auch nichts von Schönheits-Operationen hält. Im Übrigen hält die Redakteurin es mit dem Alter in Sachen Kleidung jedoch genau anders herum und trägt nur die neusten Kreationen. Im Vergleich zu vielen anderen Stil-Ikonen wie Kate Moss und Sienna Miller hält sie nichts von Vintage und Co. "Ich hasse Vintage. Ich mag den Geruch nicht, den Staub. Ich mag die alten Klamotten nicht", erklärt sie. "Ich mag die brandneuen Sachen. Ich bin in den 80ern aufgewachsen und war verrückt nach Versace und Armani. Ich war so verzogen. Ich mag Statements und ich mag es, anzugeben. Ich mag Monogramme und ich mag Marken", steht sie zu ihrer Liebe zu Labels und teuren Kleidungsstücken, die nicht von der Stange, sondern meist direkt vom Catwalk stammen. Alltagskleidung würde Dello Russo dabei nie tragen, gesteht sie auf Nachfrage. "Nein, das ist nicht mein Ding. Jetzt, da ich diese ganzen tollen Sachen sammel, warum sollte ich da noch Alltagskleidung tragen?"
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