Karl Lagerfeld ist "nicht auf einem Egotrip"
"Ich liebe meinen Job. Ich habe keine Ahnung, was es heißt, sich selbst ernst zu nehmen, man muss losgelöst sein", erklärt der 77-Jährige und fügt hinzu, dass er bei Chanel der uneingeschränkt Erste der Hackordnung ist. "Keiner sagt mir bei Chanel, was ich zu tun habe... ich bin dort, um gebraucht zu werden. Ich mag es auch, gebraucht zu werden, aber nur so, wie ich es auch in Ordnung finde."
Obwohl der Mode-Papst häufig als recht eigenwillig und exzentrisch bezeichnet wird, befände er sich jedoch nicht auf einem Egotrip, macht er deutlich. Er bringe vielmehr die kreativen Facetten der Menschen zum Vorschein. "Die Menschen sind der Meinung, dass ich auf einem Egotrip sei, aber das bin ich nicht. Ich kann allerdings das aus den Menschen rausholen, was sie ausdrücken wollen, aber nicht können", behautet er. Trotz seines nicht mehr ganz so jungen Alters hat der Designer übrigens doch den Zeitgeist erkannt und sieht keinen Sinn darin, sich vor der digitalen Welt zu verschließen.
"Wenn man in der heutigen Zeit gegen 'digital' ist, dann ist man verloren. Ich nutze nicht so häufig Computer, denn sie machen das, was das Gehirn eigentlich machen soll. Aber sie sind wunderbar", plädiert er für den Umgang mit den neuen Medien.
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