Mongrels in Common
Na das fing ja schon gut an…
Zum ersten Mal wurde man auf das Berliner Modelabel mongrels in common im Rahmen des Moet Chandon Fashion Award 2006 aufmerksam. Dort präsentierten Livia Ximénez Carrillo und Christine Pluess ihre erste Herren- und Damenkollektion für die Saison Frühling/Sommer 2007. Mit ihrer ersten Verkaufskollektion gewannen sie auf der Modemesse Premium den Premium Designers Award für die Beste Männerkollektion Herbst/Winter 2007/2008. Mit diesem Back-up im Rücken lässt es dich doch gut durchstarten.
Der Name „mongrels in common" (zu Deutsch, Gemeinsamkeit: Mischling) ist in ihren Kollektionen Programm: Ein Kaleidoskop von Einflüssen verschiedenster Kulturen, Stile und Epochen spiegelt sich darin wider. Kompromisslos wird männlicher Ernst und Geradlinigkeit mit weiblicher Delikatesse gemixt. Nationale und geschlechtliche Grenzen werden aufgehoben, die Elemente vermischen sich zu einer neuen Kreation. Ein Look, der gleichzeitig elegant und exklusiv, sexy und cool ist. Avantgardistische Schnitte werden mit sportlichen oder klassischen kombiniert, gedeckte Farben mit extravaganten. Ebenso verbinden sich natürlich auch die Persönlichkeiten der beiden Designerinnen. Sie lernten sich auf der Berliner Modeschule ESMOD kennen und erkannten schnell eine Gemeinsamkeit: Ihre multikulturelle Herkunft, die von Peru, Spanien über die Schweiz und schließlich bis Deutschland reicht.
In der letzten Woche wurde auf der Mercedes-Benz Fashion Week der mongrels in common Sommer 2011 gezeigt. Um aber Schritt für Schritt vorzugehen, nehmen wir zuerst noch einmal den kommenden Herbst/Winter unter die Lupe. Auch hier geht es wieder um eine Verbindung: Bonn steht an gegen New York.
Der biedere, brave Charme der ehemaligen Hauptstadt wird mit den kosmopolitischen, berauschenden Einflüssen der Weltmetropole New York in einen Topf geworfen. Stellvertretend dafür stehen Hannelore Kohl und Grace Jones. Entsprechend elegant und individuell ist die Kollektion.
Tulpenförmige Silhouetten und schmal geschnittene Hosen werden zu drapierten, weiten Oberteilen getragen, wobei die Schultern besonderes betont werden. Key Looks sind maskuline Hosenanzüge, drapierte weich fließende Kleider sowie Cocktailkleider. Bodenlange Röcke werden mit Smoking Blazern kombiniert und männliche Bundfaltenhosen treffen auf verspielte Seidenblusen. Die beiden bleiben ihrem Grundkonzept wie immer konsequent treu.
Auch die Prints sind Eigenentwicklungen. Hannelores konservatives Pünktchenmuster verschmilzt mit den leuchtenden Straßenlichtern New Yorks. Wer hätte gedacht, dass selbst wir einmal eine Bundeskanzler Gattin hatten, die im entfernten Sinne als Stilikone verewigt wird?
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