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    Freitag, 11. Juni 2010 | Lookout

    Paula Immich - Mode in bewegten Bildern im Sommer 2010

    Wir alle müssen erwachsen werden und uns weiterentwickeln. Alles ist in einem ständigen Fluss. Genau darin liegen aber auch der Reiz und das Abenteuer, das das Leben uns bietet.

    Denkt sich auch Designerin Pauline Immich, die ihr Modelabel von presque fini in Paula Immich umbenennt. Ihr Spitzname ist kürzer und prägnanter, aber vor allem persönlicher und näher an ihr selbst. Wobei presque fini als Schlagwort immer präsent bleiben wird. Denn die Arbeit ist nie zu Ende. Der kreative Prozess unterliegt immer einem Fluss. Selbst, wenn man für einen kurzen Moment mit seinem Werk zufrieden ist, überlegt man sich schon im nächsten, wie man es noch besser machen kann. Dann geht es von vorne los und immer so weiter. Das frankophile liegt ihr sowieso im Blut und die Zeit in Paris, wo sie  für verschiedene Modelabels arbeitete, hat sie stark beeinflusst.

    Schon früh beginnt sie Kleider für ihre Puppen zu nähen und gibt sich damit selbst die Richtung vor. Der Weg zur Mode ist logische Konsequenz, der 2004 in der Entscheidung gipfelt ein eigenes Modelabel zu gründen. Heute arbeitet und präsentiert sie ihre Kollektion in einer großzügigen Räumlichkeit im Berliner Stadtteil Wedding. Genau da, wo es für die Szene noch nicht ganz so typisch ist, taucht man in die Gedankenwelt von Paula Immich ein. Fein, leicht, feminin und dabei lässig ist ihre Mode. Berlin mischt sich mit Paris. Eine Zusammenstellung aus sanften Tönen und wenig Ablenkung präsentiert sich. Schmale Gürtel und ein Spiel aus Teilungsnähten, Falten und zarten Kräuselungen prägen ihren Stil. Somit schaffen Farbe und Schnitt sinnliche Silhouetten, die der Trägerin zugleich subtile Sexiness als auch internationalen Chic verleihen.

    Die aktuelle Sommerkollektion ist vom Rokoko beeinflusst. Fast verwunderlich, dass eine solch üppige Stilrichtung im Zusammenhang mit Pauline Immichs Mode genannt wird. Aber es geht nicht um Opulenz, sondern um leichte Farben und Asymmetrie.  Die Harlekins und Clowns aus den Bildern des Malers Watteau standen Pate und lieferten Ideen für die kontrastreichen Farbspiele mit Schwarz und die asymmetrischen Nahtführungen. Und anders als bei den Gemälden lernen in dieser Saison die Bilder von Immich laufen. In Zusammenarbeit mit einem Studenten der Filmhochschule wurde eine Vision verwirklicht und im Gegensatz zur klassischen Modefotografie, Kollektion und Modelle mittels eines Films präsentiert.

    Der Name der Kollektion ist dazu passend, Schwebend werden. Der Zuschauer erlebt die Kleidung in Bewegung und sieht sie fließen. Und hoffentlich bald auch auf diese Weise am eigenen Körper.


    www.paulaimmich.de








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