Slow Fashion Award 10 - Zehn FinalistInnen stehen fest
Die Slow Fashion-Jurorin, Mode-Journalistin und Bloggerin Kirsten Brodde zum Wettbewerb: „Ich war wirklich beeindruckt, wie viele sehr gute BewerberInnen eingereicht haben. Von den Bewerbungen hat mir die Mehrzahl sehr gut gefallen. Bin gespannt auf das End-Ergebnis, denn die Qualität ist ausgezeichnet“.
Die ausgewählten DesignerInnen sind jetzt aufgerufen, Accessoires aus Recycling-Materialien herzustellen. Allen TeilnehmerInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz wurden im Rahmen eines Workshops Textilien, Leder etc. aus Niger (Agadez) übergeben. Diese wurden von „Muu* Mode als Brücke“ zur Verfügung gestellt. Unter dem Aspekt kreisläufigen Wirtschaftens gilt es, daraus neue Accessoires zu entwickeln.
„Die besten Designs werden von einer namhaften und unabhängigen Jury Mitte April ausgezeichnet. Am 23. April werden diese beim Abend-Event „Slow Fashion Award 10“ gemeinsam mit prominenten Vertretern aus Design, Fashion, Kunst, Umwelt und Wirtschaft präsentiert“, so Slow Fashion Geschäftsführerin Barbara Irma Denk.
Die GewinnerInnen dürfen sich über die Präsentation ihrer Stücke bei weiteren mode- und kulturspezifischen Veranstaltungen freuen und erhalten Unterstützung bei der Produktion, wie auch Vermarktung. Muu* - Mode als Brücke mit dem Partnterprojekt in Agadez/ Niger - plant eine Kleinserie der prämierten Design-Objekte in den Partnerwerkstätten zu fertigen.
Fokus 2010 - Recycling Fashion
Slow Fashion & Muu* schauen über die Grenzen des Kontinents und verfolgen heuer zwei Schauplätze weltweiter Textilwege: Agadez und Wien. Afrika ist Europas Hauptempfänger für gesammelte Alttextilien. Für die AfrikanerInnen – als Weltmeister des Recyclings – sind diese Textilien sehr bedeutungsvoll. Sie sprechen den Dingen eine lebenslange Tragedauer zu und so erhalten unterschiedliche Materialien durch kreative Umdenkprozesse ein neues Design und erzählen als originelles Produkt eine neue Geschichte. „Wir müssen wieder ein Gespür für Qualität entwickeln, sollten uns Gedanken darüber machen, welche Kleidung wir kaufen und von wem diese unter welchen Bedingungen hergestellt wurde“, so Lisa Niedermayr, Slow Fashion Geschäftsführerin.
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