Nordkorea macht in blauen Beinkleidern
Ein Hype der ungewöhnlichen Art bahnt sich an. Zwar ist das autarke, abgeriegelte wie kommunistische Nordkorea bisher ein weißer Fleck auf der Fashion-Landkarte. Aber abseits des bekannten Uniform-Chic bewegt sich doch was. Nun werden in einem Geschäft in Stockholm wie auch zugleich schon per Internet die ersten Jeans aus dem ostasiatischen Land außerhalb feilgeboten. Das nette Pair of Jeans wird in einer Fabrik nahe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang hergestellt. Und der Markennamen NoKo Jeans wird – welch Wunder – schlicht vom Land Nordkorea abgeleitet.
Das kleines Unternehmen aus Stockholm bietet zwei Noko-Modelle sollen je ca. 150 Euro. Das wäre im Herstellerland deutlich mehr als ein durchschnittlicher Monatslohn. Das macht aber rein gar nichts, denn das Tragen solcher Beinkleider wäre aufgrund der strengen Kleidungsvorschriften des stalinistisch regierten Landes sowieso strafbar und damit wenig anstrebsam.
Der Einfall zu diesem Versuch einer Novität kam den drei Schweden Jacob Aaström, Tor Rauden Källstigen und Jakob Ohlsson. Ursprünglich war es der Wunsch, das isolierte Nordkorea einfach mal besser kennenzulernen. Noch dazu hatte man zuvor weder mit Mode noch Außenhandel Erfahrung, aber Mitte 2007 wandet man sich mit der Idee an die nordkoreanischen Behörden. Lange zwölf Monate Verhandlungen bedurfte es, dass man überhaupt mal nach Nordkorea einreisen durfte. Einige überwundene Hindernisse später begann Mitte 2009 die Produktion und das Trio kann es noch immer nicht glauben. Denn sie haben schon die ersten Teile erhalten und sind überrascht von der Qualität des anfänglichen Traumes.
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