quartier21: Modezentrum, extra light
Wien ist anders: so auch im quartier21. Um es zu merken, muss man aber gut aufpassen. Und außerdem ein paar Schritte zurücktreten, damit man auch lesen kann, was quer über die Fenster des Transeuropa-Trakts in Leuchtschrift blinkt: modequartier21.
Keine konkreten Assoziationen? Macht nichts. Denn auch wenn dieser Begriff schon sieben Jahre durch das „Subkultur-Labyrinth“ des Museumsquartiers irrte, richtig definieren konnte ihn bislang keiner. Zwei, drei Modegeschäfte plus zwei große Modeveranstaltungen pro Jahr ergeben nun mal keine runde Summe, sondern bleiben, wenn auch hübsche, Einzelteile. Was sich aber ändern soll. Nachdem sich 2006 im gegenüberliegenden Trakt mit dem QDK, dem Quartier für Digitale Kultur, ein greifbares Zentrum für Virtuelles organisiert hat, soll Ähnliches auch für die Modeszene passieren.
Ein Modezentrum, eine dem breiten Publikum offen stehende, kontinuierliche Anlaufstelle für eine über Shopping hinausgehende Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Mode gibt es in Wien noch nicht. Wer Ausstellungen zu diesem Thema sucht, wird fast immer auf die Historie verweisen oder auf die Sammlung der Modeschule Hetzendorf. Insofern ist der erste Punkt des Plans zur Aufwertung der Mode im q21 ein zumindest sehr gut gemeinter: So sind künftig mehr und mehr internationale Modeausstellungen geplant. Ein aktuelles Beispiel liefert derzeit das multimediale Projekt „The Vienna Fashion Observatory“, für das Bloggerstars Wiener Modealltag dokumentieren. Was Punkt zwei bringt, wird man hingegen erst in ein paar Wochen genauer wissen: Im Anschluss an die Blogger debütiert am 24.September die MQ Vienna Fashion Week. Ziel ist die Show so zu etablieren, dass tatsächlich Einkäufer kommen. Dort, wo während der Fashion Week der „VIP-Raum“ ist, wird jedenfalls Neues entstehen. Anfang Oktober eröffnet der Onlinemodeshop Styleaut seine plexiverglaste physische Niederlassung.
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