The Book Of Eli
Verdunkelt geht es nun weiter, doch diesmal vor allem auf gesellschaftlicher Ebene, und auch bei "The Book Of Eli" wird sehr viel Menschenfleisch filetiert. In naher Zukunft ist aus dem amerikanische Kontinent, dank nuklearen Katastrophen, eine post-apokalyptische Westernlandschaft geworden, in der vergewaltigende, analphabetische Gesetzeslose sich gegenseitig nach dem Leben trachten. Durch dieses Ödland stapft der mythische Einzelkämpfer Eli (Denzel Washington). Bis er auf den faschistoiden Warlord Carnegie (sehr überzeugend geätzt von Gary Oldman) und dessen Geisterstadt trifft. Dieser liest gerne in der Biografie von Mussolini (unfreiwillig komisch wird es leider auch später noch). Aber eigentlich sucht er nach einer der letzten King-James-Bibeln (hier ein sich am Ende entladendes, christliches Glaubensgewitter), um expandierend über dieses Machtinstrument (da ein Anflug von Religionskritik) zu verfügen. Das "Buch der Bücher" trägt Eli mit sich, um es an einen besseren Ort zu bringen. Eine erbitterte Verfolgungsjagd, samt neuerlicher Gefährtin einer hoffnungsvollen jungen Generation Gläubiger (Mila Kunis), beginnt. Bis dahin überzeugt der Film mit aufregenden Kamerafahrten, eindrucksvoll beleuchteten Kulissen, sehr solidem Schauspiel und einem Sounddesign, das die Wahlfahrt des Eli sehr einnehmend gestaltet. Der latente Fundamentalismus und sein Schluss sind dann aber leider apokalyptisch ärgerlich. (5/10)
Regie: Albert und Allen Hughes
Start: 18.02. (A, D)