Stadt der Gewalt
Das Außergewöhnlichste an diesem Film ist, dass Jackie Chan ausnahmsweise mal nicht die komödiantische Kampfkunst verkörpert und bei den Action - Szenen sogar etwas verhalten wirkt. In der Figur eines illegalen chinesischen Immigranten, der Anfang der 90er - Jahre sein Glück in Japan versucht, begibt sich Chan gemeinsam mit Regisseur Derek Yee auf dramatisierendes Glatteis. Dort angekommen, schlittert sein Charakter schrittweise in das organisierte Verbrechen und wird beinahe unabsichtlich, so will die Inszenierung suggerieren, zum kleinen großen Yakuza - Kopf. Dabei ist das große Glück im Rahmen dieser Story genauso wenig greifbar, wie für den einstigen "Drunken Master" Chan die Karriere als ernst zu nehmender Dramendarsteller. Zumindest so lange nicht, so lange er mit solch oberflächlichen Drehbüchern arbeitet. (3/10)
Regie: Derek Yee
Label: KSM