Deutschland entdeckt die Schönheit der Öko-Mode
Die neue Öko-Mode steht in Deutschland kurz vor ihrem Durchbruch, so Claudine Brignot. Grund zur Freude besteht gleich doppelt: Die neue Öko-Mode ist nicht nur schöner, sondern hat diesen Namen auch wirklich verdient.
Ähnlich wie bei Bio-Nahrungsmitteln findet auch in der Öko-Mode ein Umbruch statt: Die neue Öko-Mode kaufen Trendsetter, die bereit sind, mehr Geld für Mode auszugeben. Mittlerweile hat die neue Generation der Modedesigner bereits ihre ersten eigenen Foren. So gibt seit 2007 die führende Modemesse PREMIUM mit der "Green Area" den neuen Modedesignern eine Bühne - mit wachsendem Erfolg.
Schöne Öko-Mode hat außer dem ökologischen Charakter nichts mehr mit der alten Öko-Mode gemein. "Es geht nicht nur um eine schönere Öko-Mode, sondern vor allem um Ideen, Kollektionen nachhaltiger zu gestalten", so Claudine Brignot. Kollektionen müssten daher nicht mehr jede Saison erneuert werden. "Das kann zu einer Entschleunigung der Mode-Branche führen. Nach der Slow Food-Bewegung kommt jetzt die Slow Fashion-Bewegung", so Claudine Brignot, die als Modedesignerin ihr eigenes Label "urbanspeed" führt.
Dass die Öko-Mode neben der Umweltverträglichkeit auch ein soziales Statement vertritt, zeigt eine Kollektion der Berlinerin Christine Mayer: Sie hat aus gebrauchter Militärkleidung neue hochwertige Kleidungsstücke produziert und mit den Erlösen eine Kinderhilfsorganisation unterstützt.
Wie schöne Öko-Mode aussehen kann, zeigt die angehende Professorin Claudine Brignot jetzt mit einem Projekt an der Mediadesign Hochschule. Gemeinsam mit dem Unternehmen "Lebensstoffe - Spremberger Tuche" entwickeln die Modedesign - Studenten eine Kleinserie aus rein pflanzlich gefärbten "Lebens-Stoffen" der Spremberger Tuche. Das Ergebnis ist bei einem Event zu sehen, das bislang niemand mit der Öko-Mode in Verbindung gebracht hat: bei der nächsten Fashion Week in Berlin.
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